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Foto: Thomas Roeseling

Herbstgedanken

Der Herbst kann wunderschön und faszinierend sein. Die Blätter an den Bäumen entwickeln eine wunderbare Farbenvielfalt. Auf den Feldern wird reich geerntet. In anderen Regionen spielt die Weinlese eine besondere Rolle. Die Oktobersonne lässt die die Natur in wunderschönen Glanz erstrahlen.

Der Herbst kann auch kühl, regnerisch, ungemütlich, dunkel und stürmisch sein. Und jeder Windstoß macht auf den Verfall aufmerksam, indem er die Blätter von den Bäumen holt. Man fängt an zu fragen: wo ist das Jahr geblieben? Und schließlich geht es auf den November zu, der an die Vergänglichkeit auch des menschlichen Lebens erinnert.

Die Herbstzeit bietet Raum für unterschiedliche Gefühle. Goldene Oktoberstimmung und Novemberdepression liegen menschlich nicht weit voneinander entfernt.

Das Fallen der Blätter von den Bäumen symbolisiert ein Phänomen des Herbstes, das ihn vom Frühling unterscheidet. Es geht nicht um Aufbruch und frisches Leben, es geht um Loslassen.

Loslassen können ist eine besondere Herausforderung, aber auch ein besonderes Geschenk. Es bedeutet einerseits, weniger zu haben, wenn ich Dinge loslasse, also ein klarer Verlust. Zugleich kann daraus ein anderer Reichtum entstehen, der mir Freiheit und der Offenheit auf Neues zu tun hat. Hände, die voll sind, sind nicht offen für Neues, Spannendes oder Interessantes. Hände dir leer sind, können genau damit gefüllt werden. Der oft gehörte Satz „Das haben wir immer so gemacht“ beschreibt das Phänomen der gefüllten Hände. Der Herbst kann ein Anlass sein zu sagen: „Das haben wir immer so gemacht. Und es war gut. Jetzt wage ich aber genau das loszulassen, um neu zu fragen: was braucht es heute?“

Im Frühling werden wir wieder über die Natur staunen, wenn sie frisches Grün und frohe Farben hervorbringt. Das kann sie aber nur, wenn die bunten Herbstblätter losgelassen hat…

So wünsche ich uns eine faszinierende Herbstzeit mit dem glaubensvollen Gefühl, Dinge loslassen zu können, damit Gott Neues in meine Hände hineinlegen kann.

Martin Tenge





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